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So berechnen Sie den echten ROI einer RBL-Einführung

Mehr als nur Lizenzkosten: die versteckten Einsparungen und Erlöseffekte, die darüber entscheiden, ob sich die Einführung eines RBL wirklich rechnet.

· 6 min read · Aktualisiert

Jedes Verkehrsunternehmen, das ein RBL (rechnergestütztes Betriebsleitsystem, international auch ITCS genannt) prüft, stellt sich dieselbe Frage: Rechnet es sich? Die ehrliche Antwort: Die Lizenzkosten sind der einfache Teil der Gleichung, der echte ROI steckt an Stellen, die in keinem Angebot auftauchen. So bauen Sie eine Zahl auf, die Sie vor Ihrer kaufmännischen Leitung wirklich vertreten können.

Beginnen Sie mit dem, was künftig wegfällt

Die unmittelbarsten Einsparungen sind Arbeitsstunden, die Sie zurückgewinnen. Das klassische Beispiel ist das manuelle Monatsreporting: Pünktlichkeits- und Kilometerdaten von Hand zusammenzustellen, kann jeden Monat Tage an qualifizierter Arbeitszeit kosten. Bei Keolis Porte de l'Isère hat das automatisierte Reporting den Monatsbericht von 2 Tagen auf 15 Minuten verkürzt. Diese Zeit gewinnen Sie jeden Monat zurück, noch bevor Sie irgendetwas anderes mitrechnen.

  • Eingesparte Zeit für manuelles Reporting (Tage pro Monat × Vollkosten-Stundensatz)
  • Weniger Überstunden dank besserer Dispositionsentscheidungen in Echtzeit
  • Weniger Leerkilometer dank genauer Fahrzeugortung
  • Geringere Wartungskosten für Funk und Altsysteme

Zählen Sie dann, was besser wird

Schwerer zu beziffern, aber oft größer: die Effekte einer strafferen Betriebslenkung. Bessere Fahrplantreue senkt die Zahl der Fahrgastbeschwerden. Genaue Daten zur geleisteten Arbeitszeit verhindern Überzahlungen in der Lohnabrechnung. Und ein verlässliches Reporting hilft Ihnen, Ihren nächsten Verkehrsvertrag mit dem Aufgabenträger zu verteidigen oder zu gewinnen.

Vergessen Sie die Erlösseite nicht

In Netzen, die noch Fahrscheine verkaufen, kann eine bessere Fahrgastinformation in Echtzeit die Nachfrage steigern: In New York ging die Einführung von Echtzeitinformationen für Busse mit einem Anstieg der werktäglichen Fahrgastzahlen je Linie um 1,7 % (Median) einher, vor allem auf den größten Linien (Brakewood, Macfarlane und Watkins, Transportation Research Part C, 2015). Fahrgäste fahren mehr, wenn sie darauf vertrauen, dass der Bus kommt. Auch in ticketfreien Netzen erschließen belegbare Fahrgastzahlen Fördermittel und rechtfertigen das Budget des Netzes gegenüber dem Aufgabenträger.

Ein einfacher Rahmen

Bauen Sie Ihren ROI in drei Blöcken auf und vergleichen Sie die Summe mit den Gesamtkosten (Lizenz + Hardware + Einführung + interner Aufwand):

  • Harte Einsparungen: entfallene Stunden, weniger Überstunden, ausgemusterte Hardware.
  • Risikominderung: korrekte Lohnabrechnung, Compliance, Vertragssicherung.
  • Zusatznutzen: Fahrgastwachstum, Begründung von Fördermitteln, Servicequalität.

Harte Einsparungen lassen sich am leichtesten belegen, also beginnen Sie dort; alles in den beiden anderen Blöcken kommt obendrauf. Entscheidend ist, alle drei zu zählen, nicht nur die Posten, die sich leicht messen lassen. Wie Sie Angebote vergleichbar machen, zeigt unser Leitfaden So wählen Sie das richtige RBL für Ihr Busunternehmen; wie schnell sich die Einführung umsetzen lässt, unser Zeitplan für eine RBL-Einführung auf 30 Linien.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört in eine ROI-Berechnung für ein RBL?

Vergleichen Sie die Gesamtkosten (Lizenz, Hardware, Einführung und interner Aufwand) mit drei Blöcken: harte Einsparungen, Risikominderung und Zusatznutzen. Wer nur die Lizenzkosten betrachtet, übersieht den Großteil der Rendite.

Woher kommen die schnellsten Einsparungen?

Aus Arbeit, die künftig wegfällt. Das klassische Beispiel ist das manuelle Monatsreporting: Bei Keolis Porte de l'Isère hat das automatisierte Reporting den Monatsbericht von 2 Tagen auf 15 Minuten verkürzt. Weniger Überstunden, weniger Leerkilometer und geringere Wartungskosten für Funk und Altsysteme kommen hinzu.

Steigert Echtzeitinformation die Fahrgastzahlen?

Sie kann es. In New York ging die Echtzeitinformation für Busse mit einem Anstieg der werktäglichen Fahrgastzahlen je Linie um 1,7 % (Median) einher (Brakewood et al., 2015). In ticketfreien Netzen liegt der Nutzen in belegbaren Fahrgastzahlen, die das Budget des Netzes rechtfertigen und Fördermittel erschließen.

Welche ROI-Posten lassen sich gegenüber der kaufmännischen Leitung am leichtesten belegen?

Die harten Einsparungen: entfallene Stunden, weniger Überstunden und ausgemusterte Hardware. Beginnen Sie dort und rechnen Sie dann Risikominderung (korrekte Lohnabrechnung, Compliance, Vertragssicherung) und Zusatznutzen obendrauf.