„Wie lange dauert das?“ Das ist meist die erste Frage in einem Projekt für ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem (RBL, international ITCS). Die ehrliche Antwort: je nach Ausgangslage zwischen 6 und 16 Wochen. Und die Unterschiede lassen sich fast immer mit denselben Faktoren erklären.
Der Umfang, der alles bestimmt
Bei einem Netz mit 30 Linien hängt die Einführungsdauer weniger von der Größe ab als von der übernommenen Komplexität. Entscheidend sind die Qualität der vorhandenen GTFS-Daten, die Vielfalt der Fahrzeugflotte, die Zahl der Betriebshöfe und die nötigen Schnittstellen zu anderen Systemen wie Ticketing, Anzeigen der Fahrgastinformation und Dienstplanungssoftware.
Ein Netz mit sauberen GTFS-Daten, einer homogenen Flotte und einem verfügbaren Projektteam kann in 6 bis 8 Wochen live gehen. Ein Netz mit lückenhaften Daten, heterogener Ausrüstung und vielen Beteiligten, die koordiniert werden müssen, kann 14 bis 16 Wochen erreichen.
Die 4 Phasen einer SaaS-RBL-Einführung
Phase 1: Audit und Projektrahmen (1 bis 2 Wochen). Bestandsaufnahme der Flotte, Prüfung der Kompatibilität der Bordgeräte, Erfassung der bestehenden Datenflüsse.
Phase 2: Import der Netzdaten (2 bis 4 Wochen). GTFS-Import, geografische Plausibilitätsprüfung der Haltestellen, Konfiguration von Linien und Fahrten. Bei einem SaaS-RBL wie Pysae übernimmt das Einführungsteam diese Phase, ohne Eingriff auf den Servern des Verkehrsunternehmens.
Phase 3: Konfiguration und Schulung (2 bis 4 Wochen). Konfiguration der Fahreroberfläche, der Alarme und der Pünktlichkeitsregeln. Die Disponenten in der Leitstelle werden in kurzen Schulungseinheiten eingewiesen, und auch die Einarbeitung des Fahrpersonals in Pysae Driver bleibt kurz: Im Netz von Morzine waren die Saisonfahrer in weniger als einer Woche einsatzbereit.
Phase 4: Gestaffelter Start und Stabilisierung (2 bis 4 Wochen). Inbetriebnahme Linie für Linie oder Betriebshof für Betriebshof. Die GPS-Abdeckung steigt schnell: Im Netz TeMo Moselle Nord wurden bereits am ersten Tag 73 % der Fahrten erfasst.
Was beschleunigt, was bremst
Beschleunigende Faktoren: aktuelle GTFS-Daten, ein benanntes Projektteam, eine schrittweise Einführung, die Wahl eines SaaS-RBL ohne eigene Serverinfrastruktur.
Bremsende Faktoren: lückenhafte Daten, mehrere parallele Schnittstellenprojekte, lange interne Freigabeprozesse, eine heterogene Fahrzeugflotte.
Was sich nach der Einführung ändert
Der erste sichtbare Effekt: Die Kettenanrufe beim Betriebshof, um Busse zu lokalisieren, hören auf. In Netzen wie Keolis Porte de l'Isère sank der Aufwand für die monatlichen Berichte von 2 Tagen auf 15 Minuten.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Einführung eines RBL in einem Netz mit 30 Linien?
Bei einem SaaS-RBL je nach Ausgangslage zwischen 6 und 16 Wochen. Ein Netz mit sauberen GTFS-Daten, einer homogenen Flotte und einem verfügbaren Projektteam kann in 6 bis 8 Wochen live gehen. Lückenhafte Daten, heterogene Ausrüstung und viele Beteiligte können die Dauer auf 14 bis 16 Wochen verlängern.
Was bremst eine RBL-Einführung am stärksten?
Lückenhafte Netzdaten, mehrere parallele Schnittstellenprojekte, lange interne Freigabeprozesse und eine heterogene Fahrzeugflotte. Aktuelle GTFS-Daten, ein benanntes Projektteam und eine schrittweise Einführung wirken in die andere Richtung.
Müssen für ein SaaS-RBL Server installiert werden?
Nein. Bei einem SaaS-RBL wie Pysae übernimmt das Einführungsteam den Import der Netzdaten ohne Eingriff auf den Servern des Verkehrsunternehmens, und es muss keine Serverinfrastruktur installiert werden.
Wie schnell deckt die Echtzeitortung das Netz nach dem Start ab?
Die GPS-Abdeckung steigt mit dem gestaffelten Start schnell an. Im Netz TeMo Moselle Nord wurden bereits am ersten Tag 73 % der Fahrten erfasst.
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